Bahnstadt

Umweltfreundliche lichttechnische Lösung für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Die Menschen in Heidelberg waren schon immer etwas früher dran: Im Jahre 1386 wurde hier Deutschlands erste Universität gegründet. Seit dieser Zeit zeichnet sich die 160.000 Einwohner zählende malerische Stadt am Neckarufer als Zentrum innovativen Denkens aus: Die Universität hat 33 Nobelpreisträger hervorgebracht und Heidelberg ist Teil eines globalen Netzwerks führender Smart Cities.

Als die Stadt Heidelberg den ehemaligen Güterbahnhof zu einem Hightech-Campus namens Bahnstadt umgestaltete, schuf sie damit eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas, das vollständig auf den nachhaltigen Passivhausstandard setzt.

In diesem neu erschlossenen und 166 Hektar großen Gebiet ist dank der Wohnflächen für unterschiedlichste Einkommensgruppen sowie der Ansiedlung von Büros, Laboren und Geschäften sowie kulturellen Einrichtungen und Kindertagesstätten ein lebendiger Stadtteil mit optimalen Lebensbedingungen entstanden. Die Konzeption sieht zudem großzügig angelegte freie Flächen und Spielbereiche für die Freizeitgestaltung der Bürger vor.

Mit Blick auf die Nachhaltigkeitsidee dieses Projekts unterstützte Schréder die Stadtwerke Heidelberg bei der Entwicklung einer speziell auf diese Umgebung zugeschnittenen, energieeffizienten Beleuchtungslösung, mit der der Stadtteil Bahnstadt sicherer ist und einladend wirkt – und die auch der einheimischen Fauna zugutekommt.

Max Jareckie Strasse
Heidelberg
Deutschland

Kunde

Stadtwerke Heidelberg
166
Hektar
1,000
Teceo-LED-Leuchten
75%
Energie- und CO2-Einsparungen

Die Beleuchtung des gesamten Stadtteils erfolgt mit fast 1.000 Teceo-LED-Leuchten, die Sicherheit sowie gute und angenehme Sichtverhältnisse gewährleisten. Die Beleuchtung wurde an die unterschiedlichen Anforderungen des öffentlichen Raumes angepasst, so werden z. B. Fußgängerzonen mit warmweißen LEDs ausgeleuchtet, während die Straßenbeleuchtung mit neutralweißen LEDs ausgestattet ist. Ziel war, Schattenbereiche möglichst zu vermeiden und den Bürgern und Besuchern des Stadtteils ein angenehmes Gefühl zu vermitteln.

Alle Leuchten werden über das Owlet-Nightshift-System gesteuert. Nachts werden sie in verschiedenen Abstufungen gedimmt, um den Energieverbrauch möglichst gering zu halten, gleichzeitig jedoch eine sichere Umgebung zu gewährleisten. Auch ohne einen Techniker mit Wagen losschicken zu müssen, kann Rainer Herb, der für die Beleuchtung bei den Stadtwerken Heidelberg verantwortlich ist, feststellen, welche Beleuchtungsanlagen funktionieren, wann sie ein- und ausgeschaltet werden, welche Beleuchtungsintensität und welchen Energieverbrauch sie haben, und er kann zudem weitere hilfreiche Daten abrufen.

Schréder kam zu uns, wir haben uns intensiv unterhalten, voneinander gelernt und sie haben uns geholfen, unsere Idee in die Tat umzusetzen. Wir hatten ja schon eine Reihe intelligenter Beleuchtungslösungen kennengelernt und suchten nach den innovativsten Technologien – mit einer Beleuchtung, die man den unterschiedlichen Bereichen bedarfsgerecht anpassen kann.

Rainer Herb - Responsible for lighting at Stadtwerke Heidelberg
Rainer Herb
Verantwortlicher für Beleuchtung bei den Stadtwerken Heidelberg

Dazu gehörte auch die ökologische Zone, in der Eidechsen und Schmetterlinge leben, deren Tagesrhythmus durch künstliche Beleuchtung gestört wird.

Highlight ist der 3,5 km lange Fahrradweg, der mit Infrarotsensoren ausgestattet ist, die mit 130 einstellbaren Piano-LED-Leuchten verbunden sind. Wenn keine Fahrradfahrer unterwegs sind, bleiben die Leuchten gedimmt. Dies sorgt für die für die Tiere notwendige Dunkelheit und zudem für Energieeinsparungen seitens der Stadt. Wenn sich dann ein Fahrrad nähert, wird die Beleuchtungsintensität erhöht.

Das ist wirklich beeindruckend - man fühlt sich wie ein Star

Matthias Schütte Key Account Manager - Schréder Germany
Matthias Schütte
Key Account Manager – Schréder Germany

Diese Beleuchtung war ein derartiger Erfolg, dass sich auch die Bewohner des angrenzenden Stadtteils das gleiche Konzept für den von Pfaffengrund nach Bahnstadt verlaufenden Fahrradweg wünschten. Hier wurden einhundert über das Owlet-IoT-System gesteuerte Axia-2-Leuchten installiert. Die Stadt wird in naher Zukunft Sensoren zur Datenerfassung installieren, um den Service für die Bürger noch weiter verbessern zu können.

Da der Stadtteil Bahnstadt relativ jung ist, gibt es zwar keine Vergleichszahlen, die Stadt schätzt jedoch, dass sie rund 75 % Energie- und CO2-Einsparungen erzielt hat.

Der Wechsel von der konventionellen Beleuchtung hin zur LED hat schon zu Einsparungen von 60 % geführt. Durch das Dimmen der LEDs konnte man noch einmal 30 % davon einsparen. Insgesamt haben wir unserer Einschätzung nach 70–80 % der Energie eingespart. Die Stadt will bis zum Jahre 2050 vollkommen klimaneutral sein.

Rainer Herb - Responsible for lighting at Stadtwerke Heidelberg
Rainer Herb
Verantwortlicher für Beleuchtung bei den Stadtwerken Heidelberg