Historisches Zentrum von Caminha

Energieeffiziente LED-Beleuchtung ermöglicht in Caminha eine Aufwertung des Kulturerbes bei gleichzeitiger Reduzierung des Energieverbrauchs und des ökologischen Fußabdrucks

2014 erstellte die portugiesische Stadt Caminha in Zusammenarbeit mit dem Verband portugiesischer Ingenieure der Region Nord (OERN) einen Masterplan für die Beleuchtung des öffentlichen Raums. In diesem war unter anderem für die gesamte Stadt einschließlich des historischen Zentrums eine Aktualisierung der Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technologie vorgesehen. Die erste Phase des Plans wurde 2021 mit überaus positiven Ergebnissen in puncto Lichtqualität und Gesamtenergieverbrauch, der um ca. 70 % sank, abgeschlossen. 
 

Energieeffiziente öffentliche Beleuchtung schafft Wohlbefinden 

Zur Unterstützung des Masterplans haben die lokalen Behörden umfangreiche Infrastrukturarbeiten ausgeführt und in moderne Geräte investiert. So sollte ein ausdrucksstarkes und einladendes Ambiente entstehen, das Caminha nach Einbruch der Dunkelheit als historische, aber auch progressive Stadt zeigt. Die neue Beleuchtung sollte bei Tag wie bei Nacht ein starkes Bewusstsein für den Raum und für die Geschichte erzeugen. 

Die Hauptstraßen der Stadt, darunter die Rua de S. João, werden jetzt mit MAYA-LED-Leuchten erhellt. Sie bieten eine hohe Lichtleistung und garantieren so eine sichere Nutzung, ganz ohne Streulicht für die angrenzenden Gebäude. 

Die VALENTINO-LED-Leuchten mit Flachglasabdeckungen gegen Lichtverschmutzung wurden auf bestehenden Masten im historischen Zentrum installiert und sind so ein Abbild der traditionellen Laternen aus der Vergangenheit. Ausgestattet sind sie mit warmweißen LEDs (unter 3000 K), die ein warmes und angenehmes nächtliches Ambiente schaffen und an alte Kerzen- und Gasleuchten erinnern.

Auf dem Largo do Terreiro, dem wichtigsten Platz der Stadt, wurden SHUFFLE-Stelen installiert. Sie sorgen für einen sicheren und attraktiveren Raum, in dem Menschen zusammenkommen und gern verweilen. Dank der Modularität dieser Stelen können die lokalen Behörden in Zukunft auch noch andere Services anbieten. 
 

Architekturbeleuchtung unterstreicht das Kulturerbe in einer ausgewogenen nächtlichen Landschaft

Caminha ist reich an historischen Gebäuden und Strukturen. Für die wichtigsten Wahrzeichen sah der Masterplan eine Beleuchtung mit dezenten Schemata vor. Man wünschte sich von den beleuchteten Objekten einen positiven Beitrag und eine harmonische Integration in die Straßenbeleuchtung der Stadt. 

Die Pfarrkirche, der Uhrenturm, das alte Rathaus, die Misericórdia-Kirche, der Terreiro-Brunnen und die Casa dos Pitas werden von verschiedenen energieeffizienten LED-Flutlichtern erhellt, u. a. von SCULPDOT, ENYO und TERRA Midi LEDs. 

Bei jedem dieser zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert entstandenen Wahrzeichen sollte die Beleuchtung die Geschichte hervorheben, die architektonischen Details betonen und zugleich für ein ausgewogenes nächtliches Stadtbild sorgen. Durch die diskrete Integration in die Gebäudesubstanz verleihen die LED-Flutlichter jeder der Strukturen Form und Tiefe und schmeicheln außerdem den Farben der Architektur. 
 

Energiesparende Beleuchtung zum Wohl der Gemeinschaft 

Beleuchtung bei Nacht sorgt dafür, dass Menschen sich sicher bewegen können, unterstützt soziale Interaktionen und fördert die Wirtschaft vor Ort. Mithilfe energieeffizienter, verlässlicher und zukunftsfähiger Technologien können Städte und Kommunen die Lebensqualität ihrer Gemeinschaften verbessern. 

Der gut strukturierte Masterplan, in dem auch neueste Technologien berücksichtigt worden waren, hat für die Stadt eine Senkung des Stromverbrauchs von 50,16 KW auf 16,74 KW und damit Einsparungen von rund 70 % ermöglicht. Die Einwohner*innen sind mit der neuen Beleuchtung rundum zufrieden, denn sie macht die Stadt bei Dunkelheit zugänglicher und wertet das Kulturerbe auf, auf das alle so stolz sind.