Intelligent, nachhaltig, schon bald? Smart City Expo und die Städte der Zukunft

Der Smart City Expo World Congress ist das führende internationale Event für Städte. Schréder nimmt bereits seit vielen Jahren an diesem Kongress teil, der seit 2011 in Barcelona veranstaltet wird. Im Zentrum unserer Arbeit rund um städtische Beleuchtungslösungen steht das Ziel, für die Städte und deren Bewohner eine bessere Zukunft zu schaffen. 

In diesem Jahr fand das Event in einem Hybridformat statt. Insgesamt nahmen 10.000 Personen an den verschiedenen Online- und Präsenzveranstaltungen teil. Neben der Gelegenheit zu branchenübergreifenden Gesprächen wurden Kooperationen gestartet und gefördert und eine Plattform für den Wissensaustausch über Smart Cities aufgebaut.

Mit unserem Team von Schréder Hyperion, unserem Smart-City-Hub, haben wir die digitale Veranstaltung „Think Smart, Deliver Sustainable Solutions“ (Smart denken, nachhaltige Lösungen bereitstellen) ausgerichtet. Nicolas Keutgen, Chief Innovation Officer von Schréder, Pedro Pinto, Smart Systems Development und Program Manager von Schréder Hyperion, sowie Tomás Almeida, Business Strategy und Public Affairs Manager von Schréder Hyperion, erörterten gemeinsam innovative, nachhaltige Lösungen, die durch den Einsatz von Beleuchtungstechnologie bereitgestellt werden können. Hier können Sie eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung anschauen.
 

Bedeutsame Momente, intelligentere Städte

Unsere Zielsetzung ist es, den Menschen im öffentlichen Raum bei Tag und Nacht bedeutsame Momente zu ermöglichen.

Nicolas Keutgen
CIO - Schréder

Unter der Leitung von Nicolas Keutgen ist man bei Schréder Hyperion bestrebt, Städte dabei zu unterstützen, ihre Ressourcen besser einzusetzen, die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen, die Sicherheit, Flexibilität und Konnektivität zu verbessern und lokale Identitäten und Kulturen zu stärken. 

Die Teilnehmer*innen führten Gespräche mit Ingenieur*innen von Schréder, deren Spezialgebiet das IoT (Internet der Dinge) ist und die eng mit Stadt- und Gemeindeverwaltungen kooperieren, um deren Herausforderungen zu verstehen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. 

Unser vorrangiges Ziel ist es, Städte beim digitalen Wandel des öffentlichen Raums zu unterstützen“, so Nicolas Keutgen. Das bedeutet, dass wir Städte bei der Nutzung künftiger oder bereits vorhandener Produkte und Systeme unterstützen, ganz gleich, von welchen Herstellern diese stammen. 

Schréder ist in der Lage, durchgängige Smart-City-Lösungen anzubieten. Dabei räumen wir der Offenheit und Interoperabilität einen hohen Stellenwert ein.

Nicolas Keutgen
CIO - Schréder

Als Beispiel dafür sei unsere Arbeit im Antwerpener Stadtteil Sint-Andries in Belgien genannt. Die Stadt suchte nach intelligenten Technologien zur Vermeidung von Energieverschwendung und Lichtverschmutzung. Vernetzte intelligente Kameras und Sensoren sorgen nun dafür, dass Fußgänger*innen die Straßen sicherer überqueren können und öffentliche Plätze energieeffizienter beleuchtet werden, da die Beleuchtung in Echtzeit an den jeweiligen Bedarf angepasst wird. 

Open lighting technology from Schréder is helping the city of Antwerp to create smart zones with extra value for citizens

Die Herausforderungen von heute, die Stadtlandschaften von morgen

Die drei größten Herausforderungen, denen sich Städte stellen müssen, sind die Verbesserung der Energieeffizienz, die Verbesserung der Mobilität sowie der Schutz von Fauna und Flora. 

Zunächst sprachen die Teilnehmer*innen über die Energieeffizienz: 70 % der Stromkosten von Städten wie Lissabon entfallen auf die öffentliche Beleuchtung. Durch die Einführung intelligenter Beleuchtungssysteme, die wie in Antwerpen zusätzlich mit Sensoren und Kameras ausgestattet sind, lässt sich die Beleuchtung an die Verkehrssituation anpassen. So lassen sich 25 Prozent mehr Energie einsparen als durch den bloßen Austausch herkömmlicher Leuchtmittel durch LEDs. Doch wir können noch weiter gehen und die Beleuchtung auch an die Wetterbedingungen anpassen, wie wir es in manchen Städten wie beispielsweise in Brüssel gemacht haben. 

Beim Thema Mobilität sind Elektroautos ein immer wichtigerer Aspekt, wenn es darum geht, die Umweltbilanz zu verbessern. Bis spätestens 2030 werden Schätzungen zufolge rund 30 Prozent aller Pkw elektrisch betrieben. Die Verkaufszahlen von Elektroautos steigen weltweit. Deshalb müssen sich die Städte schnell anpassen und eine entsprechende Ladeinfrastruktur anbieten. 
 

Durch die Nutzung des öffentlichen Beleuchtungsnetzes für das Laden von Elektroautos sind die Städte in der Lage, Park- und Ladezeiten zu kontrollieren. Sie haben somit die Möglichkeit, ihre bereits vorhandene Infrastruktur für zusätzliche städtische Aufgaben zu verwenden und den öffentlichen Raum gewinnbringend zu nutzen.

Pedro Pinto - Smart Systems Development and Program Manager - Schréder Hyperion
Pedro Pinto
Smart Systems Development and Program Manager

Es gibt jedoch noch weitere Möglichkeiten, wie man in Smart Cities den Verkehr effizienter steuern kann. Ergebnissen einer vor kurzem durchgeführten Studie zufolge verwenden US-amerikanische Autofahrer*innen jährlich im Schnitt 17 Stunden auf die Suche eines Parkplatzes am Straßenrand, auf Parkplätzen oder in Parkhäusern. Gleichzeitig werden 30 Prozent der Fahrzeugemissionen im Stadtverkehr von Autofahrer*innen auf Parkplatzsuche verursacht. Smart Cities benötigen intelligente Parklösungen. Schréder kooperiert mit Stadtverwaltungen bei der Bereitstellung von Daten für Parkleitsysteme. Mit solchen Lösungen lässt sich im öffentlichen Raum letztendlich Platz einsparen, der dann beispielsweise in Parks, Fußgängerzonen und Radwege umgewandelt werden kann.

Echte Smart Cities zeichnen sich durch eine optimierte Ressourcennutzung, durch mehr Sicherheit und durch den Respekt vor dem Rhythmus der Natur aus. Der Brüsseler Waldpark Ter Kamerenbos ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie eine adaptive Beleuchtung zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt beitragen kann. Dieser städtische Park bietet Fledermäusen, Füchsen und Rehen Lebensraum. Die Beleuchtung wird in Echtzeit angepasst, damit jederzeit optimale Sicherheit für die Busse, Autos, Radfahrer*innen und Fußgänger*innen gewährleistet ist, welche die durch den Park führende Straße nutzen. „Dies erbringt Energieeinsparungen von bis zu 10 Prozent pro Jahr, eine geringere Lichtverschmutzung und weniger Lichtstörungen für die heimische Tierwelt“, so Pedro Pinto abschließend.

Bois de la Cambre - Bruxelles - CITEA dimming 50%

Als gute Vorfahren Innovationen schaffen

Schréder ist ein Familienunternehmen. Es wird von Generation zu Generation weitervererbt. „Deswegen müssen wir als gute Vorfahren agieren“, betont Nicolas Keutgen. Diese Kultur des langfristigen Denkens ist in unserem Unternehmen fest verankert. Denn wir alle sind künftigen Generationen gegenüber dazu verpflichtet, Sorge für unsere Gemeinschaften zu tragen und unsere Umwelt und deren Ökosysteme zu schützen.

Der Maßnahmenplan „Together For Our Future“ von Schréder unterstützt die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen. Er soll sicherstellen, dass die in Smart Cities eingesetzten Technologien auf diese Ziele ausgerichtet sind. Diese Technologien sollen die CO2-Bilanz verbessern, kreislaufwirtschaftlichen Prinzipien entsprechen und Entscheidungsträger*innen dabei unterstützen, künftige Generationen in finanzieller, wirtschaftlicher, sozialer und technischer Hinsicht sowie in puncto Umweltschutz nicht zu schädigen. Im Laufe der Jahrzehnte hat Schréder immer wieder neue Möglichkeiten gefunden, die Energieeffizienz seiner Produkte zu verbessern. Heute sind unsere Leuchten in Verbindung mit unserer IoT-Steuerungsplattform Schréder EXEDRA in der Lage, den Energieverbrauch um bis zu 85 Prozent zu senken. „Intelligente Städte sollten Plattformen für Innovation sein, so auch Schréder EXEDRA“, so Nicolas Keutgen. 

Seit Jahrtausenden sind Städte Zentren für Innovation und Fortschritt. Smart Cities sind das nächste Kapitel dieser Erfolgsgeschichte. Eine offene, interoperable, sichere und einladende Beleuchtung leistet einen wichtigen Beitrag zur Umgestaltung des öffentlichen Raums, kann aber auch dazu genutzt werden, smarte Technologien wie beispielsweise Wettersensoren und Kameras einzusetzen. Die Smart City Expo bietet kommunalen Entscheidungsträger*innen eine hervorragende Gelegenheit für den Gedanken- und Ideenaustausch. Das Event ist auch ein Schaufenster für die Vielfalt der städtischen Zentren in aller Welt. Keine Stadt gleicht der anderen. Mit unserer mehr als hundertjährigen Erfahrung können wir zur Entwicklung einer Roadmap für den Weg zur Smart City beitragen, um die Städte bei der Bewältigung ihrer größten Herausforderungen und im Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen. Wenn Sie erfahren möchten, wie dies am besten gelingt, sprechen Sie mit uns!
 

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