Menschen und Beleuchtung: Luis Da Maia

Luis Da Maia - Supply Chain Manager and Site Manager - Comatelec Schréder
Luis Da Maia
Supply Chain Manager & Site Manager

Hinter jedem Unternehmen stehen die Menschen, die dort arbeiten. Seit mehr als hundert Jahren steht Schréder dank seiner Mitarbeiter im Bereich Beleuchtungstechnik weltweit an der Spitze. Im Laufe des Jahres 2022 werden wir uns mit den Menschen beschäftigen, die Schréder zu dem machen, was es ist, und dabei ihre Laufbahn, ihre wichtigen Projekte und ihre Gedanken zur Entwicklung der Beleuchtungstechnik unter die Lupe nehmen.
 

Frankreich war das erste Land, in das Schréder von Belgien aus expandierte. Dort befinden sich auch einige unserer bekanntesten Projekte. Schon in den 1960er Jahren haben wir die Beleuchtung für den Flughafen Paris-Orly konzipiert. In den 90er Jahren setzten wir durch unsere Arbeit mit Jean-Michel Wilmotte Beleuchtungstrends und sorgten für die Beleuchtung der Champs Élysées. Unsere Autobahn- und Tunnelbeleuchtungslösungen ermöglichen es, dass die Wirtschaft Frankreichs rund um die Uhr läuft: Für den Eurotunnel durch den Ärmelkanal entwickelten wir ein völlig neues Beleuchtungssystem. Wir haben auch dazu beigetragen, dass die Stadt Paris ihren Energieverbrauch senken konnte und dass sich Toulouse abends in seinen wahren Farben zeigen kann.

Jetzt schlagen wir eine neue Richtung ein und bringen die Strahlkraft französischen Designs in Städte jeder Größenordnung. Früher konnten sich nur Großstädte eine maßgefertigte Beleuchtung leisten. Doch nach vielen Jahrzehnten der Leuchtenentwicklung haben wir neue Lösungen gefunden, die für Städte jeder Größe erschwinglich sind.

Supply Chain Manager Luis da Maia, der unseren Standort in Saint-Florent-sur-Cher leitet, ist für die Koordinierung der Umgestaltung verantwortlich. Da Maia wurde 1979 als Sohn portugiesischer Eltern geboren und wuchs in der Nähe von Vichy auf. Er studierte Maschinenbau und arbeitete danach für MBDA, ein europäisches Rüstungsunternehmen, das Lenkwaffensysteme produziert. Vor fünf Monaten nahm er seine Tätigkeit bei Schréder auf.
 

Technik begeistert mich seit jeher …

Schon immer war ich von Technik, Innovationen, Ingenieurskunst und industriellem Design fasziniert. Ich habe in Montluçon Maschinenbau und Produktionswirtschaft und in Clermont-Ferrand Internationales Management studiert. Im Rahmen des Erasmus-Programms studierte ich ein Jahr an der Universidade do Minho im portugiesischen Braga. 

2019 nahm ich meine Studien wieder auf und erwarb einen MBA-Abschluss an der IAE Paris-Sorbonne Business School: Als ich mich auf die Suche nach einer Position im Managementbereich machte, lag es für mich nahe, mich bei Comatelec Schréder zu bewerben. In der Schule sagten mir meine Lehrer oft, ich sei ein richtiger Hanns Guck-in-die-Luft. Jetzt weiß ich, dass das wohl daran lag, dass ich oft die faszinierenden Beleuchtungsprodukte von Schréder in Vichy bewunderte!


Ich wollte mich gerne der Herausforderung bei Comatelec Schréder stellen …

Im Rahmen meiner Studien habe ich auch einige Zeit an der INSEEC Business School an deren Campus in San Francisco (USA) verbracht. Mich inspirierte sehr die dortige Mentalität „Go big or go Home“ (Groß denken oder einpacken) und die typische Silicon-Valley-Einstellung mit dem Schwerpunkt auf Fortschritt und Innovationen. Genau das bringe ich bei Schréder ein: Das Unternehmen gestaltet den Standort in Saint-Florent um (wo wir die Beleuchtung für den Eurotunnel produziert haben), um der gestiegenen Nachfrage nach individuellen Lösungen gerecht zu werden. Wir sind Teil einer Tradition französischer Luxusgüter – eine Art Haute Couture für den Beleuchtungsbereich. 
 

Von Schréder SIGNATURE, unserem Service nach Maß, bin ich absolut begeistert …

Wir haben die Art und Weise verändert, wie Beleuchtungslösungen nach Maß geschaffen werden – mit innovativen Lösungen für Lyon, Antwerpen und das nordirische Lisburn. Jedes Projekt ist völlig einzigartig: Wir schaffen etwas Neues, das es sonst nirgendwo gibt, z. B. einen „Lichtbaum“ oder einen individuellen Farbton, der eine Unterführung für Radfahrer*innen attraktiv macht.

Schréder SIGNATURE developed a bespoke lighting solution for Lyon Perrache which was rewarded the Janus Award

Dabei kann es sich um ein völlig neues Produkt handeln, das wir wie in Mannheim auf öffentlichen Plätzen installieren, oder aber um Änderungen an Produkten aus unserem Standardsortiment, beispielsweise „Abdeckungen“, mit denen man die Beleuchtungsanlagen für Städte und Kommunen individuell gestalten kann. 


Abdeckungen eröffnen ungeahnte Möglichkeiten …

Bisher haben wir Abdeckungen hauptsächlich für Premium-Standorte wie etwa Cannes, die französische Riviera und einige der schönsten Dörfer Frankreichs hergestellt. In Kooperation mit den Städten und Gemeinden schufen wir eine Beleuchtung, die deren Identität auf ideale Weise gerecht wird. Doch das ist erst der Anfang für diese neue Technologie: Luxusmarkenunternehmen könnten ihre Geschäfte und Produktionsstätten mit einer individuellen Beleuchtung in Szene setzen, Sportvereine könnten Abdeckungen mit ihrem Logo verwenden usw. Wir arbeiten an einem Modell, bei dem die Abdeckung von den Kund*innen selbst ausgetauscht werden kann. Dadurch könnte beispielsweise eine Stadt, in der ein Festival stattfindet, die Beleuchtung während der Festivalwochen selbst entsprechend abändern.

Schréder SIGNATURE designed bespoke lighting to enhance the city of Canne's rich heritage


Die Produkte entstehen in einem gemeinsamen Prozess …

Bei uns gehen immer mehr Anfragen von Städten und Gemeinden ein, die ihre Beleuchtung erneuern wollen, um Energie zu sparen und die Sicherheit zu verbessern und um sich gleichzeitig in Szene zu setzen. Beleuchtungslösungen nach Maß zeichnen sich durch ihr individuelles Design, ihre höhere Wirkung, einen größeren Wow-Effekt und eine verbesserte Nachhaltigkeit aus. Zu diesem Zweck haben wir einen umfassenden Prozess entwickelt: zunächst das Briefing, dann die Prüfung der technischen Machbarkeit gemeinsam mit unseren Kolleg*innen von R-Tech in Belgien, die Erstellung des Konzeptnachweises und des Prototyps und schließlich die gemeinsame Installation vor Ort und die Realisierung der ganz individuellen Wünsche der jeweiligen Kund*innen. Dazu passt genau mein Lieblingszitat von Steve Jobs: „Die Menschen, die verrückt genug sind zu denken, sie könnten die Welt verändern, sind diejenigen, die es auch tun.“


Für Kund*innen in Frankreich und in anderen Ländern …

SIGNATURE-Projekte sind ein Zeichen für die Vielfalt eines Landes. Wenn wir Straßenbeleuchtungsprojekte außerorts durchführen, müssen wir uns genau an die im jeweiligen Land geltenden Vorschriften halten, da gibt es wenig Gestaltungsspielraum. Bei Beleuchtungsprojekten im städtischen Raum hingegen haben wir viel mehr Möglichkeiten. Unsere Masten und Leuchten sind in rund 50 Farben lieferbar – so entscheidet sich das eine Dorf für eine grüne und das nächste Dorf vielleicht für eine rote Beleuchtungsanlage. Jede Stadt und jede Gemeinde hat eine ganz eigene Ästhetik. Wenn es darum geht, die Leistungen von Schréder SIGNATURE auf andere Länder auszudehnen, zählt „Made in France“ zu den weltweit stärksten Verkaufsargumenten. Wir stehen zweifellos genau in dieser Tradition und vereinen Know-how mit der Strahlkraft des Designs.
 

Es sind zwar erst fünf Monate, doch ich fühle mich hier wirklich zuhause …

Die Kolleginnen und Kollegen haben mich trotz der großen Herausforderungen sehr herzlich willkommen geheißen. Ich habe erlebt, wie sich die Mitarbeitenden nach einer gewissen Übergangsphase erfolgreich auf die neue Situation eingestellt haben. Mich hat der Besuch am Hauptsitz in Lüttich sehr beeindruckt. Dort kann man die vorhandene Energie förmlich spüren. Es freut mich, dass sich die Unternehmensgruppe für die langfristige Zukunft des Standorts einsetzt, indem sie uns neue Produktionsprojekte bereitstellt. 


Doch es wird künftig noch weitere Veränderungen geben …

Für dieses Jahr ist der Umzug in ein neues Gebäude geplant, das den Anforderungen der optimierten Belegschaft besser gerecht wird. Es findet außerdem eine unternehmensweite IT-Migration statt, die das Supply Chain Management optimiert und die Fertigstellungszeit der Projekte verkürzt. Wir integrieren die Nachhaltigkeit in unsere gesamte Geschäftstätigkeit, was auch bei unseren Kund*innen immer höhere Priorität genießt. 
 

Und trotzdem habe ich noch Zeit zu feiern …

Es ist sehr schön, dass ich wieder in die Region zurückkehren konnte, in der ich aufgewachsen bin. Die Arbeit beansprucht mich sehr, aber dennoch renovieren wir auch unser Haus. Ausbessern, Bauarbeiten, Gestalten, handwerkliche Arbeit – das liegt mir sehr. Doch das heißt nicht, dass ich ruhiger werde. Musik war schon immer meine große Leidenschaft. Ich liebe Festivals (z. B. Glastonbury, Rock Werchter oder Printemps de Bourges), und zum Glück gibt es auch bei uns in der Gegend tolle Veranstaltungsorte. Für mich sind Auftritte kreativer, alternativer, einfach anderer Künstler immer interessanter als die großen, perfekt inszenierten Shows. Ich habe auch ein Faible für Tattoos – doch im Gegensatz zu meiner Leidenschaft für die Beleuchtung bleiben diese eher im Verborgenen …
 

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