Menschen und Beleuchtung: John Camp

John Camp - National Sales Manager - Schréder USA
John Camp
Tunnel/Transit Business Segment Manager - Schréder Lighting LLC

Hinter jedem Unternehmen stehen die Menschen, die dort arbeiten. Seit mehr als hundert Jahren steht Schréder dank seiner Mitarbeiter im Bereich Beleuchtungstechnik weltweit an der Spitze. Im Laufe des Jahres 2022 werden wir uns mit den Menschen beschäftigen, die Schréder zu dem machen, was es ist, und dabei ihre Laufbahn, ihre wichtigen Projekte und ihre Gedanken zur Entwicklung der Beleuchtungstechnik unter die Lupe nehmen.

Im Laufe der Jahrzehnte hat Schréder seine Präsenz in den USA ausgebaut, zunächst mit der Agentur Lumec Schréder und schließlich mit dem Unternehmensbereich Nordamerika. Dabei hat sich Schréder in Nischenmärkten wie im Tunnel- und Verkehrsbereich, Sportstätten und Smart Cities einen sehr guten Namen gemacht. John Camp wurde vor Kurzem zum Business Segment Leader des Geschäftsbereichs „Tunnel and Transit“ berufen. Erneut bringt er jahrelanges Know-how im Beleuchtungsbereich in das Unternehmen ein - er war bereits von 2007 bis 2014 für Schréder tätig. Er hegt ehrgeizige Expansionspläne, begeistert sich für den Eishockeysport und für Technik im Allgemeinen und sieht Licht am Ende des Tunnels - wie auch im gesamten Tunnel.
 

Ich freue mich, wieder zurück zu sein …

Schon seit Mitte der 1990er Jahre bin ich mit der Schréder Group verbunden. Damals war ich Eigentümer einer Agentur in Philadelphia, die das Unternehmen in Nordamerika offiziell vertrat. Dadurch lernte ich Francis Schréder kennen, und ich habe das Unternehmen und seine Mitarbeitenden sehr zu schätzen gelernt. Als Schréder eine US-Niederlassung in Chicago eröffnete, übernahm ich dort zunächst die Position des Nationalen Vertriebsleiters und später die Position des Geschäftsführers. Wir haben bei null angefangen und die Niederlassung aufgebaut.


Jetzt habe ich den Eindruck, dass ich noch etwas zu Ende bringen muss ...

Ich stelle mich immer wieder gerne der nächsten Herausforderung. So komme ich voran. Als sich mir die Chance für eine Rückkehr zu Schréder bot, war ich zunächst sechs Monate lang als Berater tätig. Ich erkannte dabei, dass sich uns in den Bereichen Tunnel, Verkehr und Sport großartige Möglichkeiten boten. Für mich ist das jetzt eine persönliche Angelegenheit. Ich bin in einer Phase angelangt, in der ich meine Karriere mit einer letzten Erfolgsgeschichte abschließen möchte. Meine Aufgabe ist es, die Marke zu etablieren. Wir haben bereits einige Aufträge erhalten, und ich habe unsere Produkte in einer Reihe herausragender Projekte eingebracht.
 

Heute ist eine goldene Zeit für Beleuchtungsinfrastrukturprojekte …

Präsident Biden hat seinen Infrastrukturplan angestoßen. Unter seiner Ägide werden Milliarden von US-Dollar in Brücken und Fernstraßen investiert. Das kommt für uns genau zum richtigen Zeitpunkt. In diesem Bereich sind wir sehr stark positioniert: Wir haben die Beleuchtung für den Carlin Tunnel, den ersten LED-Tunnel in den USA, sowie für den Queens-Midtown-Tunnel geliefert. Das war ein Großprojekt nach der Hochwasserkatastrophe von 2012.

John Camp arbeitete daran, den Queens-Midtown Tunnel nach den Überschwemmungen im Jahr 2012 mit modernster Technik neu zu beleuchten

In den USA gibt es noch immer keinen einheitlichen Markt. Die 50 Bundesstaaten lockern die COVID-Beschränkungen in unterschiedlichem Tempo. Jeder Staat hat ein eigenes Verkehrsministerium, das die Anforderungen für alle Komponenten festlegt – von der Photometrie bis hin zur Bauweise der Produkte. Daran können wir uns anpassen. Beispielsweise verlangen manche Bundesstaaten, dass Tunnelbeleuchtungen aus Edelstahl gefertigt sein müssen. Folglich bieten wir die TFLEX auch in diesem Material an.
 

Auf unsere bisherige Arbeit bin ich wirklich sehr stolz …

Wir arbeiten schon seit den Zeiten der Leuchtstofflampentechnologie mit dem Bahnunternehmen Amtrak zusammen. Wir haben in der 30th Street Station, dem Hauptbahnhof von Philadelphia, die Bahnsteigbeleuchtung realisiert: Vor Kurzem war ich wieder dort, um nach dem Rechten zu schauen. Wir besichtigten dabei eine der alten Anlagen mit Leuchtstofflampen. Darin befand sich nicht ein Körnchen Staub. Die Betreiber waren darüber sehr begeistert. Deswegen freue ich mich so, wieder hier zu sein: Es erfüllt mich wirklich mit Stolz, mit der Anstecknadel von Schréder am Revers ein Ingenieurbüro zu betreten und zu wissen, dass wir international als zuverlässiger und kompetenter Partner anerkannt sind.


Bei Schréder herrscht eine wirklich familiäre Atmosphäre …

Ich habe mich dem Unternehmen immer verbunden gefühlt. Ich habe das Unternehmen vermisst, auch die Menschen, mit denen ich zu tun hatte, sowohl hier in den USA als auch in Belgien. Die familiäre Atmosphäre ist toll, und Francis Schréder ist das Salz der Erde. Ich fühle mich geehrt, dass er mich für diese Aufgabe ausgewählt hat. Wir erweitern bereits unser Team. Mein Büro befindet sich in Athens im Bundesstaat Georgia. Die Mitarbeitenden meines Teams sind über das ganze Land verteilt. Etwa alle sechs Wochen treffen wir uns persönlich. Wir bauen das Team aus, damit wir unser Know-how, auch in den Bereichen SHUFFLE, Smart Cities und Sportbeleuchtung, optimal einsetzen können.

Das Maverick Centre ist eines der Sportbeleuchtungsprojekte in den USA, das die Kompetenz von Schréder unter Beweis stellt


Ein Team zu leiten ist wie die Arbeit eines Trainers im Mannschaftssport …

Ich bin Trainer der Herren-Eishockeymannschaft an der University of Georgia. Bis zum Alter von 55 Jahren habe ich selbst gespielt. Es gibt viele Parallelen zwischen einem Coach im Sport und einem Coach im Wirtschaftsleben. In beiden Fällen möchte man ein gutes Team aufbauen und die Talente jedes Einzelnen fördern. Ich habe mich immer eher als Berater denn als Verkäufer verstanden. Für mich steht im Vordergrund, ein bestimmtes Problem zu lösen bzw. eine bestimmte Anforderung der Kund*innen zu erfüllen. Wie gut das gelingt, hängt ganz von der Vielfältigkeit des Produktportfolios und der eigenen Überzeugung ab, und natürlich von dem Team, das hinter Ihnen steht. 
 

Ich gebe diese Begeisterung an meine Studenten weiter …

Zu meinen Aufgaben gehört es auch, Studenten für die Eishockeymannschaft der Universität anzuwerben. Mir ist aufgefallen, dass für die Studenten und ihre Eltern die Sicherheit und die Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle spielen. Auf diese beiden Aspekte kommt es auch bei der Beleuchtung an. Ich teile meine Begeisterung mit ihnen. Im vorderen Teil des Busses, mit dem wir zu unseren Auswärtsspielen fahren, habe ich ein kleines mobiles Büro. Die Spieler fragen mich ständig, was ich da treibe! 

Außerdem arbeitet das Industrie-Stipendiaten-Programm für Studierende der University of Georgia in Zusammenarbeit mit dem Innovationslabor der Universität an einem Programm, bei dem die SHUFFLE zum Einsatz kommen wird. Wir hoffen, dass das Programm für erfahrungsorientiertes Lernen den Studierenden die Möglichkeit bietet, die Hochschule als Denkfabrik zu nutzen und darüber nachzudenken, was die Beleuchtung hier für uns leisten kann.
 

Wir bauen eine Tradition für die Zukunft auf …

Schréder hat im Bereich der Beleuchtungstechnologie schon immer Pionierarbeit geleistet. Wir sind ein weltweit führender Anbieter im Bereich der Reflektoren, und wir waren die Ersten, die IP-Schutzklassen auf dem nordamerikanischen Markt eingeführt haben. Jetzt setzen wir im Bereich der IK-Werte erneut Maßstäbe, um die Stoßfestigkeit unserer Produkte zu beweisen. Ich freue mich wirklich sehr, diese Tradition mit intelligenten Steuerungen, mit Tunnelbeleuchtungslösungen und mit SHUFFLE fortsetzen zu dürfen. Ich für meinen Teil sehe noch viele unerledigte Aufgaben vor uns. Wir haben unseren Kund*innen so viel zu bieten, und jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt.


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