Menschen und Beleuchtung: Cristina Carrageis

Cristina Carrageis is a Software Tester for Schréder Hyperion
Cristina Carrageis
Software Tester - Schréder Hyperion

Hinter jedem Unternehmen stehen die Menschen, die dort arbeiten. Seit mehr als hundert Jahren steht Schréder dank seiner Mitarbeiter im Bereich Beleuchtungstechnik weltweit an der Spitze. Im Laufe des Jahres 2021 werden wir uns mit den Menschen beschäftigen, die Schréder zu dem machen, was es ist, und dabei ihre Laufbahn, ihre wichtigen Projekte und ihre Gedanken zur Entwicklung der Beleuchtungstechnik unter die Lupe nehmen.

Schréder ist weltweit aktiv und verfügt über mehr als hundert Jahre Erfahrung im Bereich Beleuchtungstechnik. Im Zuge der aktuellen vierten industriellen Revolution haben wir auf der Grundlage dieser Erfahrung und mit einer großen Portion Gründermentalität Schréder Hyperion ins Leben gerufen, ein Exzellenzzentrum für Smart-City-Lösungen in Lissabon. Das stetig wachsende Team von Schréder Hyperion entwickelt innovative Nutzungsmöglichkeiten für Außenbeleuchtungslösungen, die Technologien für Smart Cities unterstützen. Die Beleuchtungsinfrastruktur ist schließlich bereits in der ganzen Stadt vorhanden, an das Stromnetz angeschlossen und befindet sich in einiger Höhe. Das Potenzial ist damit schier unbegrenzt.

Cristina Carrageis hat im Dezember 2020 als Software-Testerin bei Schréder Hyperion begonnen. Sie testet und prüft neue Produkte, Eigenschaften und Anfragen des Support-Teams. So auch Schréder EXEDRA, unser Managementsystem zur benutzerfreundlichen Steuerung, Überwachung und Analyse von Straßenbeleuchtung. Cristina ist Mutter zweier kleiner Kinder und fand auf Umwegen in die Beleuchtungsbranche. Auf dem Campus der Nova Business School University im portugiesischen Lissabon führt sie Testverfahren für zahlreiche Projekte durch.
 

Ich bin bei Schréder Hyperion für technische Fragen zuständig, nicht für herkömmliche Beleuchtungsfragen

Ich teste neue Produkte, Apps und Merkmale. Damit die richtigen Testszenarien vorbereitet werden können, lese ich die Anforderungsliste, prüfe die Modelle und Ströme und frage im Zweifel bei unserem Entwicklerteam nach. Dabei geht es nicht nur um den Spaß, sondern vor allem darum, möglichst viele Fehler zu finden, bevor das Produkt an die Kunden ausgeliefert wird. Eine Software ohne Bugs gibt es nicht, man muss aber ständig besser werden!
 

Inzwischen mache ich mehr Sicherheitsprüfungen 

Aktuell bereite ich die Sicherheitsprüfung für OWLET Nightshift vor und bin ganz begeistert. Diese Prüfungen sind sehr wichtig. Dass sie intern erledigt werden können und das Feedback die richtigen Leute erreicht, ist fantastisch. Aus Kundensicht befasse ich mich also damit, was zwischen einem Befehl mit Schréder EXEDRA, das Licht einzuschalten, und dem Zeitpunkt, zu dem das Licht tatsächlich angeht, passiert.
 

Ich muss mich in die Kunden hineinversetzen

Wir müssen uns klar machen, dass Apps nicht immer so genutzt werden, wie sie geplant wurden. Was passiert, wenn der Kunde etwas antippt, das er nicht antippen sollte? Was, wenn die falsche E-Mail-Adresse eingegeben wird? Was kann die App zum Abstürzen bringen? Endbenutzer sind in der Regel keine Beleuchtungsspezialisten. Denken Sie nur an einen Tenniscoach, der das Training vorbereitet. Für solche Fälle muss die App einfach intuitiv sein. Wir arbeiten daran, dass alles – von den Meldungen, die die App ausgibt, bis zur Funktionsweise der Schaltflächen – möglichst unkompliziert ist.
 

Meine erste Aufgabe besteht darin, herauszufinden, was getestet werden muss

Wir betrachten unsere Produkte ganzheitlich. Wodurch entsteht ein Mehrwert? Welche Parameter müssen getestet werden? Welche Prioritäten gibt es, und für wen? Unsere Kunden, das Entwicklerteam ... an dem Prozess sind viele Menschen beteiligt und so dauern die Tests in jeder Phase etwa drei Tage bis eine Woche. Etwa nach der Hälfte des Prozesses werden Workshops organisiert, bei denen es um spezielle Wünsche der Kunden geht, gezeigt wird, was das Produkt leisten kann, und Probleme ermittelt werden. Ich fürchte, die Programmierer sind von unseren ständigen Rückmeldungen manchmal etwas genervt. Am Ende haben wir aber alle das gleiche Ziel: unseren Kunden das bestmögliche Produkt zu liefern.

Cristina must imagine all potential scenarios to fully test the software

Es kommen auch öfter externe Produkte zum Einsatz

Bei herkömmlichen Beleuchtungen wurde ein komplettes System gekauft, installiert und am Ende eingeschaltet. Das ändert sich langsam. Wir von Schréder setzen auf Interoperabilität. Deshalb führe ich viele Tests zur Integrationsfähigkeit von externen Systemen wie Flashnet in die unseren durch. Dieses Unternehmen kann so viel bieten, wir haben großartige Produkte und wir sind offen dafür, wenn nötig auch externe Systeme einzubinden.
 

Ursprünglich komme ich aus der Strahlentherapie

Ich hatte nie vor, Software-Testerin zu werden. Ich habe ein Studium für Strahlentherapie absolviert und dann fünf Jahre lang in der Onkologie gearbeitet. Danach erhielt ich eine Einladung, an meiner ehemaligen Universität zu unterrichten. Als dann die Regierung 2014 die Anforderungen für Dozenten geändert hat, wurde ich, genau wie einige Kollegen, entlassen, da ich nur meinen Master hatte. Da stand ich dann, arbeitslos, mit einem einjährigen Kind, und wusste nicht, was ich machen sollte. Mein Mann hat mich beruhigt. Er hat an meine Fähigkeiten geglaubt und meinte, ich hätte großes Talent für IT.
 

Ich habe also noch ein Bachelor-Studium absolviert, dieses Mal in Systemmanagement und Informatik

Ich habe es geliebt. Das erste Jahr fiel mir sehr leicht. Ich hatte Erfahrung im Unterrichten und so hat alles für mich einen Sinn ergeben. Schon bald wurde mir klar, dass ich keine Entwicklerin werden wollte. Mein Professor schlug dann vor, ich sollte mich mit meinem Lebenslauf als Software-Testerin bewerben. So habe ich bei einem großen Telekom-Unternehmen und dann bei einem Startup gearbeitet und nach und nach verstanden, wie interne Systeme funktionieren – oder auch nicht.
 

Ich wollte Beruf und Familie miteinander verbinden können

Mein Einstellungsgespräch bei Schréder Hyperion war eigentlich eher ein gemütlicher Plausch. Die hatten vollstes Verständnis dafür, dass ich meine Arbeit mit meinen beiden Kindern in Einklang bringen und deshalb gelegentlich früher gehen muss oder nur an bestimmten Tagen arbeiten kann. Es ist so angenehm, wenn man mit anderen Eltern zusammenarbeitet, die Verständnis haben.
 

Und dann kam die Pandemie

Wie gesagt, ich habe zwei Kinder und das eine ist bei mir zu Hause. Ich habe dort mit dem Baby neben mir gearbeitet. Irgendwie verrückt, aber es ging. Ich bin jetzt seit neun Monaten hier, aber es fühlt sich an wie zwei Jahre. Das Unternehmen hat sich sehr bemüht, die virtuelle Einarbeitung effektiv zu gestalten. So habe ich meine Leidenschaft für Beleuchtung entdeckt und lerne ständig dazu. Schréder Hyperion hat meine Entwicklung durch interne Schulungen zum Thema Beleuchtung unterstützt. Ich habe jetzt zwei neue Zertifikate. Mein Manager hat mich dazu ermutigt und mich auch unterstützt. Ich bin hier so glücklich.

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